Concluding words

Die letzten Tage in New York waren ebenso vollgepackt wie die vorherigen.
Ein wenig übermüdet begaben sich Andrea (der italienische Couchsurfer) und ich, am Sonntag Morgen auf den Weg um einen Copyshop aufzusuchen, da wir unsere Tickets für das Baseball Game natürlich noch nicht ausgedruckt hatten…und Chris auch keinen Drucker in seiner Wohnung hatte (Welch wunder so oft wie er zuhause ist). Um ehrlich zu sein, einen geöffneten Copyshop zu finden fällt auf den Sonntag selbst in NYC schwer… Glücklicherweise hatte ein kleiner Ramschladen offen, der uns einen PC und einen Drucker zur Verfügung stellte.
Anschließend gönnten wir uns köstliche 1$ Pizza zum Frühstück und aßen sicherheitshalber ein bisschen mehr, da wir davon ausgingen, dass im Baseballstadion alles völlig überteuert sein wird – so war’s dann auch!

Das Yankees Stadion befindet sich in den Bronx, dem Stadtviertel nördlich von Manhatten und schon in der U-Bahn merkten wir das viele Leute ins Stadion wollten, obwohl wir schon ziemlich spät dran waren. Jedenfalls lief das Spiel schon 20 Minuten als wir ankamen. Alles kein Problem, denn solch ein Spiel dauert in der Regel auch zwischen 3 und 4 Stunden – wir hatten nichts verpasst!

Der erste Blick in dieses Stadion war umwerfend, da es wirklich riesig ist!!! Wir brauchten weitere 15 Minuten um zu unseren Plätzen zu gelangen, da sie sich auf der anderen Seite im obersten Rang des Stadtions befanden. Man hatte einen recht guten Blick auf das Spielfeld. Die Aussicht wäre aber noch besser gewesen, wenn da nicht dieses blöde Geländer gewesen wäre! Naja… im Verlaufe des Spiels haben wir auch ansatzweise die Regeln verstanden. Als dann alle Spieler vom Platz gingen und viele Leute aufgestanden sind, wussten wir – es ist vorbei.
Kein gejubel und nichts, die Yankees haben gegen die Indians verloren. Natürlich haben wir uns nicht getraut jemanden im Stadion zu fragen, sondern haben es im Nachhinein recherchiert um potentiell negativen Emotionen aus dem Weg zu gehen 😀 Nein, um ehrlich zu sein schien dieses Spiel mehr ein Spiel für die ganze Familie zu sein und alle waren super friedlich.

Wir ließen uns noch ein bisschen Zeit, da die Menschenmassen in die U-Bahn strömten und machten noch einen kleinen Rundgang durchs leere Stadion.
Trotz Sonderbahnen dauerte die Rückreise nach West Village circa 1,5 Stunden – ungefähr doppelt so lange wie der Hinweg – weil wir an jeder Station auf andere Bahnen warten mussten.
Angekommen in West Village, schnappten wir unser Gepäck und zogen nach Brooklyn zu unseren Airbnb Hosts um. An diesem Tag ging nichts mehr. Nach dem langen U-Bahn fahren und dem schweren Gepäcktransport freuten wir uns nur noch auf das Bett, welches sich mit der Küche den Flur teilte. Nicht die besten Bedingungen, da die Hosts in der „Küche“ nicht besonders leise waren und um 12 Nachts noch auf die Idee kamen Speck und Eier zu braten, aber es war ja günstig. Achso, eine Sache war noch: Wir wurden jeden Morgen gegen 8 von dem nicht gerade dezenten Knarken der Wohnungstür geweckt, falls wir nicht schon, von der unsanften Art Eiswürfel ins Glas zu platzieren, wach waren… Ansonsten war’s okay dort.

Chris hatte noch zwei Freikarten für das Brooklyn Museum übrig und hat sie uns überlassen, da er selbst keine Zeit gefunden hatte und sie bald abgelaufen wären. Dadurch haben wir $15 gespart und konnten uns zusätzlich noch die Sonderausstellung von Ai weiwei: „According to what?“ ansehen!

Das MoMa (Museum of Modern Art) war leider nicht kostenlos, aber die Dame an der Kasse war sehr freundlich und gab uns Studentenrabatte, obwohl wir keine Studentenausweise dabei hatten. Ungünstigerweise musste ich meinen in Dresden abgeben, weil das Semesterticket auf der Rückseite ist und den von Flagstaff hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht…
Aber selbst wenn sie uns den Rabatt nicht gegeben hätte, hätte es sich dennoch gelohnt! Ich habe bisher kein interessanteres Museum besucht und kann es definitiv weiterempfehlen!

Den letzten Tag widmeten wir dem Süden von Brooklyn und besichtigten Coney Island, welches einen kleinen Freizeitpark zu bieten hat. Außerdem wurde „Requiem for a Dream“ hier gedreht! Direkt neben dem Park gab es ein Seaworld, welches wir eigentlich auch besichtigen wollten, uns dann aber doch dagegen entschieden haben, da viele Tiere zu diesem Zeitpunkt – warum auch immer – nicht dort waren und es bald geschlossen hätte. Anstelle dessen, besuchten wir die „Guardians of the Galaxy“ im Lincoln Center Movie Theatre als IMAX Film.

Und so endete ein wirklich sehr schöner Aufenthalt in einer echt coolen Stadt mit einer Menge Impressionen und vielen Erinnerungen und bei weitem mehr Bilder als hier veröffentlicht! =)