A bunch of sightseeing

Ich bin immer noch in West Village bei Chris und schon einige Male quer durch Manhattan gesteuert. Die Insel die gleichzeitig den populärsten und teuersten Stadtteil darstellt, ist ungefähr 20 km lang und 4 km breit. Nach den ersten paar Tagen hatte ich bereits ein relativ gutes Orientierungsgefühl und kam ziemlich schnell da hin wo ich hin wollte, da die ganze Stadt als Raster aufgebaut ist und einer kontinuierlichen Nummerierung unterliegt.

Das Leitungswasser schmeckt scheußlich nach Chlor aber alle sagen, dass es unbedenklich zu trinken ist. Genießbar ist es jedoch unmöglich. Einmal wurde mir erzählt, dass den Leuten erzählt wird, es sei gut für die Zähne – so ein Unsinn! 😀

Da ich keine konkreten Pläne gemacht habe, dachte ich es sei keine schlechte Idee mal mit der Wallstreet zu beginnen. Vor der Subway Station nahe meines Hosts unterhielten sich gerade drei Mädels, die einen einheimischen Eindruck machten. Um sicher zu gehen, dass ich auf dem richtigen Weg bin, fragte ich bei ihnen nach. Zwei von ihnen waren allerdings aus Schweden und selbst Touristen. Zufälligerweise wollten sie auch gerade zur Wallstreet und luden mich ein mit ihnen zu kommen. Die Beiden besuchten eine Freundin, die für ein Semester in NYC studierte und nahmen die Gelegenheit wahr, ebenfalls günstig zu wohnen.

In unmittelbarer Nähe zur Subway Station der Wall Street befand sich das World Trade Center Monument bzw. das neue World Trade Center. Der Zweite Turm stand da, wo jetzt der überdimensionale Wasserfall ist.

Am „Charging Bull“ einer der bekanntesten Staturen, machten wir eine kurzen Photostopp:

 

Anschließend wanderten wir durch die Wallstreet, vorbei an der Aktienbörse und der Bank of New York. Leider durfte man in kein Gebäude rein…

Ein Sicherheitsmensch meinte, am Times Square könne man ein Handelsgebäude besichtigen.

Die beiden Schwedinnen wollten sich anschließend ein Museum anschauen. Ich entschloss mich aufgrund des grandiosen Wetters dazu etwas draußen zu unternehmen und fuhr zur Freiheitsstatue. Es gibt zwei Optionen diese zu besichtigen, da sich die Statue auf einer separaten Insel befindet. Entweder man zahlt $25 um direkt auf die Insel zu kommen, oder man wählt die kostenlose Fähre nach Staten Island und fährt nur dran vorbei. – Ich habe mich für die kostenfreie Variante entschieden welche sich letztendlich auch als die richtige Entscheidung entpuppt hat. Diese Sehenswürdigkeit ist wirklich nicht sehr spektakulär…

In Staten Island angekommen habe ich mein erstes Baseballstadion entdeckt. Leider ebenfalls nicht sehr spektakulär, da es geschlossen (da haben ein paar Leute trainiert) und relativ klein war. Aber natürlich habe ich schon mein Ticket fürs große Yankees Stadion in den Bronx gesichert. Am Sonntag geht’s also zum Baseball-Spiel: NY Yankees vs. Cleveland Indians.

 

   Y! A! N! K! E! E! S!

   Here come the Yankees
   Let’s get behind and cheer the Yankees
   They’re gonna learn to fear the Yankees
   Everyone knows they play to win, cause
   They’re the New York Yankees

😀

Alleine Manhattan hat so viele Parks zu bieten, dass ich gar nicht alle besuchen kann. Aber die nicht zu unrecht Bekanntesten, unter anderem der Central Park direkt im Zentrum von Manhattan, sowie der High Line Park, oder auch etwas Unbekanntere die selbst viele New Yorker nicht kennen, wie beispielsweise der Paley Park, dessen 6 Meter hoher Wasserfall an heißen Sommertagen für eine spezielle Art von Erfrischung sorgt,  machen das Großstadt-Leben um einiges angenehmer und bieten neben dem Großstadt leben genügend Raum zum durchatmen.

Als ich eines Mittags im Central Park auf einer Bank saß und das schöne Wetter in der wirklich sehr idyllischen Umgebung genoss, kam ein Junge zum Angeln vorbei. Als er nach über eineinhalb Stunden endlich einen Fisch gefangen hat und ihn mir stolz präsentierte, fiel ihm dieser direkt wieder auf den Boden und verschwand im See. Er sah geschockt, aber nicht sehr traurig aus, da er ihn offensichtlich sowieso wieder zurückwerfen wollte. Trotzdem ein wenig deprimierend! =P
Die Tiere im Central Park sind alles andere als Menschenscheu! In den zwei Stunden die ich auf dieser Bank verbrachte, kamen mich jede Menge Enten, eine Ratte, sowie ein Eichhörnchen – ach ja, und eine etwas penetrante Taube – bis auf nächste Nähe besuchen. Die wissen wohl von wem sie ihr Futter kriegen…

Der Highline Park ist bisher eines meiner Highlights in New York City! Ein Park geschaffen auf einer alten Hochbahnstraße die zu Güterverkehrszwecken diente. Der seit 2006 zum Park umgebaute Abschnitt erstreckt sich im Westen von Manhattan parallel zum Hudson River über circa 2 Kilometer. Die schmale Anlage bietet viele originelle Sitzmöglichkeiten, eine Art Fußbad und viele Pflanzen.

Der Hudson River, ebenfalls im Westen von Manhattan, ist eine geniale Möglichkeit zum Joggen, die auch von sehr vielen Leuten wahrgenommen wird. Besonders zur Abenddämmerung ist die Aussicht dort einzigartig.

Mein Host hat übers Wochenende die Stadt verlassen und ist nach Massachusetts zu einem Theater-Festival ausgewandert. Seit Donnerstag wohnt ein weiterer Couchsurfer aus Italien, der eine Weltreise hinter sich hat, mit in Chris Apartment. Mit ihm zusammen werde ich am Sonntag zu einem Airbnb Host ziehen um die Kosten zu teilen, da wir beide keinen weiteren Couchsurfing Host mehr gefunden haben. Jedoch kann man sich für 4 Nächte in Brooklyn für 80€ pro Person wohl nicht beschweren.

So das war’s nun erst mal.
Heute ist nicht alle Tage, und so weiter… :)